startup-compliance2026-02-1614 min Lesezeit

"Nach-Übernahme-Konformitätsintegration und -Harmonisierung"

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Post-Akquisition Compliance-Integration und -Harmonisierung

Einleitung

Wenn europäische Finanzinstitute Übernahmen und Zusammenschlüsse in Betracht ziehen, werden Compliance-Integration und -Harmonisierung oft als zweitrangig hinter finanziellen Synergien und operativen Effizienzgewinnen gesehen. Ich werde jedoch argumentieren, dass dieser Ansatz zu erheblicher operativer Störung, Rufschäden und regulatorischen Bußgeldern führen kann. In diesem Artikel wird erörtert, warum Compliance ein Hauptanliegen sein sollte, das zentrale Problem der Integration untersucht und darüber diskutiert, warum die Bewältigung dieser Frage in der aktuellen regulatorischen Landschaft dringend ist.

Im Zeitalter regulatorischer Überwachung können europäische Finanzinstitute die Compliance-Integration nach Akquisitionen nicht außer Acht lassen. Misserfolge können zu hohen Bußgeldern und operativen Komplikationen führen, da Nichtkonformität mit Vorschriften wie DORA, DSGVO, NIS2 und SOC 2 Bußgelder in Höhe von Millionen von EUR nach sich ziehen kann. Darüber hinaus können Prüfungsschwierigkeiten und Rufschäden das Ansehen und die Kundenvertrauen eines Finanzinstituts erheblich beeinträchtigen.

Dieser Artikel zielt darauf ab, die Bedeutung von Compliance-Integration und -Harmonisierung in M&A-Szenarien hervorzuheben, eine detaillierte Analyse zu bieten und praktische Erkenntnisse für Finanzinstitute anzubieten, die in dieser komplexen Landschaft effizient navigieren möchten. Der gesamte Artikel deckt die Feinheiten der Due-Diligence, Integrations Herausforderungen und den Wert der Harmonisierung bei der Erreichung von Compliance ab.

Das zentrale Problem

Die zentrale Herausforderung bei Compliance-Integration und -Harmonisierung nach Akquisitionen besteht in der komplexen Wechselwirkung unterschiedlicher Compliance-Landschaften zwischen dem übernehmenden und dem übernommenen Unternehmen. Wenn zwei Unternehmen mit unterschiedlichen Compliance-Frameworks fusionieren, kann die resultierende Compliance-Struktur zu einem Labyrinth werden.

Angenommen wir betrachten eine hypothetische Akquisitionsszenario, um die realen Kosten zu illustrieren. Nehmen wir an, eine mittelständische europäische Bank übernimmt einen Fintech-Neustart, um ihre digitalen Angebote auszubauen. Die Bank verfügt über eine robuste Compliance-Struktur, die den Vorgaben von DORA und DSGVO entspricht, während der Neustart, da er neuer ist, mit weniger strengen Kontrollen operiert, ist aber auch DSGVO-konform. Nach der Akquisition muss die Bank die Compliance des Neustarts in ihr bestehendes Framework integrieren, ein Prozess, der erhebliche Anstrengungen, Zeit und Ressourcen erfordert.

Angenommen der Integrationsprozess dauert sechs Monate anstatt der erwarteten drei aufgrund übersehener Compliance-Diskrepanzen. Diese Verzögerung führt zu zusätzlichen Compliance-Kosten in Höhe von 500.000 EUR pro Monat, was insgesamt 1,5 Millionen EUR an vermeidbaren Ausgaben nach sich zieht. Darüber hinaus ist die Bank in dieser Zeit einer erhöhten regulatorischen Überwachung ausgesetzt, was zu zusätzlichen Bußgeldern führen kann.

Die Kosten enden nicht mit dem Geld. operative Störungen treten auf, da Teams sich an neue Compliance-Maßnahmen anpassen müssen, und besteht das Risiko von Datenlecks aufgrund falsch integrierter Sicherheitsprotokolle, was die Bank weiterhin der Strafen und Rufgefahren ausgesetzt.

Was die meisten Organisationen in solchen Situationen falsch einschätzen, ist die Komplexität der Harmonisierung unterschiedlicher Compliance-Frameworks. Sie könnten den Integrationsprozess beeilen, sich auf sofortige operative Synergien konzentrieren und dabei kritischen Compliance-Aspekten übersehen. Zum Beispiel könnten sie in der Eile, die Nuancen der Anforderungen von DORA für effektives Risikomanagement und interne Unternehmensführung übersehen, was zu einer Nichteinhaltung von Artikel 28(2) von DORA führen könnte.

Darüber hinaus kann die Nichteinhaltung der Harmonisierung von Compliance-Frameworks zu doppelten Bemühungen führen, da Teams separate Compliance-Prozesse aufrechterhalten, was operative Uneffizienz und Kosten steigern kann. Dieser getrennten Ansatz ist nicht nur teuer, sondern auch riskant, da er die Wahrscheinlichkeit erhöht, kritischen Compliance-Aspekten übersehen zu können, was zu möglichen regulatorischen Sanktionen führen kann.

Warum dies jetzt dringend ist

Die Dringlichkeit, die Compliance-Integration und -Harmonierung nach Akquisitionen anzugehen, wird durch jüngste regulatorische Änderungen und Durchsetzungsmaßnahmen unterstreicht. Zum Beispiel unterliegen Finanzinstituten mit der Einführung von DORA einer erhöhten Überwachung hinsichtlich ihrer operativen Resilienz und Risikomanagementpraktiken. Nichteinhaltung oder verzögerte Compliance-Integration können zu hohen Bußgeldern und Rufschäden führen.

Marktdruck bietet eine weitere Dringlichkeitsschicht. Kunden verlangen zunehmend Zertifizierungen wie SOC 2 und DSGVO-Konformität als Maß von Vertrauen und Sicherheit. Finanzinstitute, die diese Standards nicht nachweisen können, riskieren, Kunden an konformitätsfähigere Konkurrenten zu verlieren.

Darüber hinaus wird der Wettbewerbsnachteil der Nichteinhaltung immer offensichtlicher. Da europäische Finanzinstitute globale Konkurrenten mit robusten Compliance-Strukturen gegenüberstehen, riskieren jene, die bei Compliance-Integration und -Harmonisierung hinterherhinken, Marktanteile und Investorenvertrauen zu verlieren.

Es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen dem, wo die meisten Organisationen in Bezug auf Compliance-Integration nach Akquisitionen stehen, und dem, wo sie sein müssen. Viele kämpfen immer noch mit den Grundlagen der Due-Diligence und Integrationsplanung, was zu operativen Ineffizienz und erhöhter Risikoexposition führt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Dringlichkeit, die Compliance-Integration und -Harmonierung nach Akquisitionen anzugehen, nicht überbewertet werden kann. Die finanziellen, operativen und reputationalen Risiken sind zu hoch, um sie zu ignorieren, und die Wettbewerbslandschaft verlangt robuste Compliance-Maßnahmen. Indem man das zentrale Problem und die Dringlichkeit der Situation versteht, können Finanzinstitute die notwendigen Schritte ergreifen, um diese Risiken zu minimieren und einen wettbewerbsfähigen Vorteil auf dem europäischen Markt zu halten.

In den folgenden Teilen dieses Artikels werden wir uns tiefer mit den Herausforderungen der Due-Diligence auseinandersetzen, Strategien für eine effektive Integration erkunden und den Wert der Harmonisierung bei der Erreichung von Compliance diskutieren, um handlungsreiche Erkenntnisse für Finanzinstitute zu geben, die M&A-Reisen antreten.

Das Lösungsframework

Im Kontext der Compliance-Integration und -Harmonierung nach Akquisitionen ist die Entwicklung eines strukturierten Lösungsframeworks entscheidend, um effektive M&A-Compliance sicherzustellen. Dies beinhaltet einen schrittweisen Ansatz, der Due-Diligence, Bewertung, Integration und fortlaufende Überwachung umfasst. Das Ziel besteht darin, Compliance-Prozesse über die neu fusionierten Einheiten hinweg zu harmonisieren, während gleichzeitig die regulatorische Einhaltung aufrechterhalten wird.

Schritt 1: Umfassende Due-Diligence

Beginnen Sie mit einem gründlichen Due-Diligence-Prozess. Bewerten Sie die Compliance-Landschaft des übernehmenden und des übernommenen Unternehmens, einschließlich ihrer jeweiligen regulatorischen Einhaltung. Dies sollte die Überprüfung ihrer internen Richtlinien, Kontrollen und Verfahren umfassen. Zum Beispiel gemäß DSGVO Art. 24 müssen Organisationen angemessene technische und organisatorische Maßnahmen umsetzen. Daher sollte die Due-Diligence die vorhandenen Datenschutzmaßnahmen genau prüfen.

Empfehlung: Führen Sie eine detaillierte Lückenanalyse durch und vergleichen Sie die Compliance-Frameworks beider Einheiten. Identifizieren Sie Bereiche, in denen eine Einheit überlegen ist und die andere Sanierungsbedarf hat.

Schritt 2: Bewertung und Risikoidentifikation

Bewerten Sie die Risikoprofile beider Einheiten, um mögliche Compliance-Risiken nach der Akquisition zu verstehen. Dies betrifft nicht nur regulatorische Risiken, sondern auch operative Risiken, die die Compliance beeinträchtigen können. Laut DORA Art. 21 müssen Institute das Risiko ihrer operativen Prozesse berücksichtigen, wenn sie die Einhaltung regulatorischer Anforderungen bewerten.

Handlungsempfehlung: Erstellen Sie ein Risikoprofil und eine Risikomatrix. Verwenden Sie diese, um Integrationsbemühungen zu priorisieren und Ressourcen effektiv zuzuweisen.

Schritt 3: Integrationsplanung

Entwickeln Sie einen detaillierten Integrationsplan, der darlegt, wie die Compliance-Funktionen fusioniert werden sollen. Dazu gehören die Definition neuer Richtlinien, Kontrollen und Verfahren, die den harmonisierten Compliance-Zielen entsprechen.

Handlungsempfehlung: Richten Sie Projektteams mit Vertretern beider Einheiten ein. Arbeiten Sie gemeinsam daran, integrierte Compliance-Richtlinien und Verfahren zu entwickeln, die die besten Praktiken beider Organisationen widerspiegeln. Stellen Sie sicher, dass diese dokumentiert und effektiv an alle Beteiligten kommuniziert werden.

Schritt 4: Implementierung und Harmonisierung

Implementieren Sie die neuen Compliance-Frameworks in beiden Einheiten. Dies beinhaltet die Schulung des Personals, die Aktualisierung von Systemen und die Ausrichtung von Prozessen, um die neuen Compliance-Standards zu erfüllen.

Empfehlung: Verwenden Sie einen stufenweisen Ansatz zur Implementierung. Beginnen Sie mit kritischen Bereichen wie Datenschutz und Finanzberichterstattung und bewegen Sie sich dann zu weniger kritischen Bereichen. Dieser Ansatz kann helfen, die Komplexität des Integrationsprozesses zu managen.

Schritt 5: Fortlaufende Überwachung und Anpassung

Sobald die Integration abgeschlossen ist, ist eine fortlaufende Überwachung unerlässlich. Dies beinhaltet regelmäßige Prüfungen, Compliance-Checks und Updates von Compliance-Richtlinien, wenn sich die regulatorischen Landschaften ändern.

Handlungsempfehlung: Richten Sie eine zentrale Compliance-Funktion ein, die die Compliance über die gesamte Organisation hinweg überwachen kann. Diese Funktion sollte verantwortlich sein für die Aktualisierung von Richtlinien und Verfahren in Reaktion auf regulatorische Änderungen oder interne Risikobewertungen.

Was "Gut" aussieht im Vergleich zu "Nur Durchgehen"

"Gute" Compliance-Integration und -Harmonisierung beinhalten nicht nur das Erfüllen der Mindestvorschriften, sondern auch das Übertreffen dieser Anforderungen. Dies bedeutet, eine proaktive Compliance-Kultur, robuste Risikomanagementprozesse und kontinuierliche Verbesserung von Compliance-Praktiken zu haben. "Nur Durchgehen" Compliance hingegen konzentriert sich ausschließlich auf das Erfüllen der Mindeststandards, ohne die breiteren Auswirkungen auf das Risikoprofil oder die langfristige Nachhaltigkeit der Organisation in Betracht zu ziehen.

##常见错误避免

Fehler 1: Unzureichende Due-Diligence

Organisationen machen manchmal die Due-Diligence-Phase in Eile, was zu unvollständigen Bewertungen des Compliance-Standes der übernommenen Einheit führen kann. Dies kann unerwartete Compliance-Herausforderungen nach der Akquisition zur Folge haben.

Warum es fehlschlägt: Unvollständige Due-Diligence kann zu Compliance-Lücken führen, die später teuer zu beheben sind.

Stattdessen tun: Führen Sie einen gründlichen und detaillierten Due-Diligence-Prozess durch, einschließlich sowohl interner als auch externer Experten.

Fehler 2: Kulturelle und operative Unterschiede außer Acht lassen

Das Ignorieren kultureller und operativer Unterschiede zwischen den fusionierenden Einheiten kann zu Widerstand gegen Veränderungen und erhöhten Implementierungsproblemen führen.

Warum es fehlschlägt: Compliance-Integration erfordert ein tiefes Verständnis der Kultur und operativen Prozesse beider Einheiten.

Stattdessen tun: Führen Sie einen offenen Dialog mit Personal beider Einheiten, um deren Perspektiven und Bedenken zu verstehen. Integrieren Sie diese Einsicht in den Integrationsplan ein.

Fehler 3: Ungute Kommunikation

Schlechte Kommunikation während des Integrationsprozesses kann zu Verwirrung und Fehlaligmentierung bei Compliance-Bemühungen führen.

Warum es fehlschlägt: Ohne klare Kommunikation können Mitarbeiter die neuen Compliance-Anforderungen oder die Begründung für Änderungen nicht verstehen.

Stattdessen tun: Entwickeln Sie einen umfassenden Kommunikationsplan, der regelmäßige Updates, Schulungssitzungen und Feedbackmöglichkeiten umfasst.

Fehler 4: Unzureichende Schulung und Unterstützung

Unzureichende Schulung und Unterstützung für das Personal können aufgrund mangelnder Verständnis oder Bewusstsein zu Nichteinhaltung führen.

Warum es fehlschlägt: Das Personal muss über Wissen und Werkzeuge verfügen, um den neuen Richtlinien und Verfahren gerecht zu werden.

Stattdessen tun: Investieren Sie in umfassende Schulungsprogramme und bieten Sie kontinuierliche Unterstützung an, um sicherzustellen, dass das Personal fachkundig und konform ist.

Fehler 5: Vernachlässigung der fortlaufenden Compliance-Überwachung

Das Konzentrieren sich nur auf die anfängliche Integration und die Vernachlässigung der fortlaufenden Überwachung kann zu unentdeckten Compliance-Problemen führen.

Warum es fehlschlägt: Regulatorische Landschaften und organisatorische Risiken sind dynamisch und erfordern eine kontinuierliche Überwachung und Anpassung.

Stattdessen tun: Richten Sie eine zentrale Compliance-Überwachungsfunktion ein, die Compliance-Probleme proaktiv identifizieren und beheben kann.

Tools und Ansätze

Manuelle Vorgehensweise:

Vorteile: Erlaubt eine hohe Maßanpassung und Kontrolle des Compliance-Vorgangs.

Nachteile: Zeitaufwendig, anfällig für menschlichen Fehler und schwer skalierbar.

Wann es funktioniert: Ideal für kleinere Einheiten mit begrenzten Compliance-Anforderungen oder während der anfänglichen Integrationsphase.

Tabelle/GRC-Vorgehensweise:

Vorteile: Bietet eine strukturierte Möglichkeit, Compliance-Vorgänge und -dokumentation zu managen.

Nachteile: Kann sich bei Wachstum der Einheit unhandlich zeigen, und manuelle Dateneingabe ist anfällig für Fehler.

Wann es funktioniert: Geeignet für mittelständische Organisationen mit einem moderaten Compliance-Niveau.

Automatisierte Compliance-Plattformen:

Vorteile: Verringert das Risiko menschlicher Fehler, stellt Compliance-Vorgänge in den Vordergrund und kann mit der Organisation skalieren.

Nachteile: Kann teuer sein und erfordert möglicherweise erhebliche vorausgegangene Investitionen.

Was zu suchen ist: Wenn Sie eine automatisierte Compliance-Plattform auswählen, denken Sie an Faktoren wie Datenaufbewahrung (100% EU-Datenaufbewahrung ist für Finanzinstitute in Europa entscheidend), mehrsprachige Unterstützung (Deutsch und Englisch sind Schlüssel) und die Fähigkeit, in bestehende Systeme zu integrieren.

Matproof ist eine Compliance-Automatisierungsplattform, die speziell für EU-Finanzdienstleistungen entwickelt wurde, bietet AI-gestützte Richtlinienerstellung, automatisierte Beweissammlungen und Endpunkt-Compliance-Agenten. Es wird in Deutschland gehostet, gewährleistet 100% EU-Datenaufbewahrung und entspricht den Datenschutzanforderungen der DSGVO.

Wann Automatisierung hilft: Automatisierung ist insbesondere in großen Organisationen mit komplexen Compliance-Anforderungen oder denen, die ihre Compliance-Bemühungen effizient skalieren möchten, von Vorteil. Sie hilft auch dabei, die Konsistenz über Compliance-Vorgänge hinweg aufrechtzuerhalten und Compliance in mehreren Rechtshoheitsgebieten zu verwalten.

Wann es nicht hilft: Bei sehr kleinen Einheiten oder denen mit minimalen Compliance-Anforderungen kann die Kosten und Komplexität der Implementierung einer automatisierten Compliance-Plattform den Vorteilen überwiegen.

Zusammenfassend ist die Compliance-Integration und -Harmonierung nach Akquisitionen ein komplexer Prozess, der sorgfältige Planung, Umsetzung und fortlaufende Überwachung erfordert. Indem Sie ein strukturiertes Framework folgen, häufige Fallen vermeiden und die richtigen Tools und Ansätze auswählen, können Organisationen eine effektive Compliance-Integration sicherstellen, die sowohl regulatorische Einhaltung als auch das Wachstum des Geschäfts unterstützt.

Erste Schritte: Ihre nächsten Maßnahmen

Die Integration und Harmonisierung von Compliance nach Akquisitionen ist eine kritische Aufgabe, die einen strategischen Ansatz erfordert. Hier ist ein fünfstufiger Aktionsplan, den Sie in dieser Woche umsetzen können:

Schritt 1: Risikobewertung durchführen.
Beginnen Sie mit einer umfassenden Risikobewertung. Dies sollte die Überprüfung der bestehenden Compliance-Frameworks, Verfahren und Prozesse beider Unternehmen umfassen. Konzentrieren Sie sich insbesondere auf Bereiche wie Datenschutz, Finanzkriminalitätsprüfung und regulatorische Berichterstattung. Identifizieren Sie die Lücken und potenziellen Risiken, die mit diesen Lücken verbunden sind.

Schritt 2: Ein harmonisiertes Compliance-Framework erstellen.
Sobald Sie die Risiken und Lücken identifiziert haben, besteht der nächste Schritt darin, ein harmonisiertes Compliance-Framework zu schaffen. Dies beinhaltet die Ausrichtung von Richtlinien, Verfahren und Kontrollumgebungen, um den Anforderungen aller relevanten Vorschriften gerecht zu werden und sicherzustellen, dass sie in beiden Organisationen konsistent sind.

Schritt 3: Migrationsplan entwickeln.
Mit einem harmonisierten Framework entwickeln Sie einen detaillierten Migrationsplan, der beschreibt, wie das übernommene Unternehmen zum neuen Compliance-Framework übergeht. Dieser Plan sollte Zeitpläne, benötigte Ressourcen und mögliche Herausforderungen umfassen.

Schritt 4: Kommunikation und Schulung.
Stellen Sie sicher, dass es eine klare Kommunikation mit allen Beteiligten über die Änderungen gibt. Führen Sie Schulungssitzungen durch, um den Mitarbeitern vertraut zu machen mit den neuen Compliance-Verfahren und der Bedeutung der Compliance in ihren täglichen Betriebstätigkeiten.

Schritt 5: Implementierung und Überwachung.
Schließlich implementieren Sie das neue Compliance-Framework in beiden Unternehmen und überwachen Sie kontinuierlich seine Wirksamkeit. Regelmäßige Prüfungen und Compliance-Checks sollten durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass das Framework wirksam und anpassungsfähig für Veränderungen in Gesetzen und Geschäftsvorgängen bleibt.

Ressourcempfehlungen:
Für diejenigen, die tiefer in die Compliance-Harmonisierung einsteigen möchten, beziehen Sie sich auf offizielle EU-Veröffentlichungen wie die "Richtlinie (EU) 2019/2034 über Transparenz, Nachhaltigkeit und Unternehmensführung im Finanzsektor" (allgemein bekannt als DORA) und die "Verordnung (EU) 2016/679 über den Schutz natürlicher Personen in Bezug auf die Verarbeitung personenbezogener Daten und die freie Bewegung dieser Daten" (DSGVO). Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Deutschland bietet auch umfassende Leitlinien zu Compliance-Standards.

Wann externe Hilfe in Betracht gezogen werden sollte:
Berücksichtigen Sie externe Hilfe, wenn Ihr internes Team über keine notwendigen Fachkenntnisse in Compliance-Harmonisierung verfügt, wenn der Integrationsprozess komplex ist oder wenn es eine enge Frist gibt. Externe Berater können eine unvoreingenommene Perspektive bieten und können spezialisierte Erfahrungen einbringen, die möglicherweise nicht intern verfügbar sind.

Schnellgewinn:
Innerhalb der nächsten 24 Stunden planen Sie ein Treffen mit Schlüsselbeteiligten beider Einheiten, um den Compliance-Integrationsplan zu besprechen. Diese schnelle Maßnahme kann dazu beitragen, ein klares Verständnis und Zustimmung aller beteiligten Parteien zu etablieren.

Häufig gestellte Fragen

F: Wie können wir sicherstellen, dass der Compliance-Integrationsprozess rechtmäßig mit allen relevanten EU-Vorschriften konform ist?

A: Stellen Sie Compliance durch gründliche Due-Diligence, Beratung mit Rechtsexperten und Einhaltung der Leitlinien und Anforderungen in relevanten EU-Vorschriften wie DORA und DSGVO sicher. Aktualisieren Sie regelmäßig Ihre Richtlinien und Verfahren, um Veränderungen in Vorschriften widerzuspiegeln.

F: Wie können wir die Compliance-Praktiken zweier Organisationen mit unterschiedlichen Risikoprofilen ausrichten?

A: Beginnen Sie damit, die Compliance-Praktiken beider Organisationen zu kartieren, um deren eindeutige Risikoprofile zu verstehen. Erstellen Sie dann eine Risikomatrix, die die Risiken auflistet, denen jedes Unternehmen ausgesetzt ist, und priorisiert. Dies wird den Harmonisierungsprozess leiten und sicherstellen, dass die kritischsten Risiken zuerst angegangen werden.

F: Welche sind die möglichen Fallen im Compliance-Integrationsprozess?

A: Häufige Fallen beinhalten die Unterschätzung der Komplexität der Integration, das Übersehen kultureller Unterschiede und das Fehlschlagen, Veränderungen für das Personal ordnungsgemäß zu kommunizieren. Darüber hinaus kann ein fehlender klares Integrationsplan oder Zeitplan zu Verzögerungen und erhöhten Kosten führen.

F: Wie können wir Geschäftskontinuität während des Compliance-Integrationsprozesses aufrechterhalten?

A: Geschäftskontinuität umfasst Planung und Kommunikation. Stellen Sie sicher, dass Betriebstätigkeiten reibungslos fortlaufen, indem Sie eine minimale Störung während der Übergangsphase gewährleisten. Dies kann erreicht werden, indem Sie einen klaren Projektplan haben, dedizierte Teams zur Handhabung von Integrationsaufgaben zuweisen und das Personal während des gesamten Prozesses informiert und einbindet.

F: Wie können wir den Erfolg unserer Compliance-Integrationsbemühungen messen?

A: Erfolg kann durch verschiedene Metriken gemessen werden, wie zum Beispiel die Reduzierung von compliancebezogenen Vorfällen, eine erhöhte Effizienz in Compliance-Vorgängen und eine verbesserte regulatorische Berichterstattung. Darüber hinaus können Mitarbeiterumfragen und -feedback Einblicke in die Wirksamkeit der Integration aus kultureller und operativer Sicht geben.

Schlüsselerkenntnisse

  • Führen Sie eine umfassende Risikobewertung durch, um die Lücken in der Compliance zwischen den beiden Organisationen zu verstehen.
  • Entwickeln Sie ein harmonisiertes Compliance-Framework, das den Anforderungen aller relevanten Vorschriften entspricht.
  • Erstellen Sie einen detaillierten Migrationsplan mit klaren Zeitplänen und Ressourcenzuordnung.
  • Kommunizieren Sie Veränderungen effektiv an alle Beteiligten und bieten Sie notwendige Schulungen an.
  • Überwachen und aktualisieren Sie das Compliance-Framework kontinuierlich, um Veränderungen in Gesetzen und Geschäftsvorgängen anzupassen.

Nächste Maßnahme:
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